Schottland

In Schottland arbeitet let´s go! e.V. mit pädagogischen Lebensgemeinschaften zusammen. Diese Familien betreuen die jungen Menschen an 24 Stunden täglich. Allen Maßnahmen geht eine intensive Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt voraus. Die sorgfältige Reintegration des jungen Menschen sowie die Betreuung der Maßnahme durch die Pädagogische Leitung von let´s go! e.V. u. a. auch durch regelmäßige Besuche vor Ort, ist wichtiger Bestandteil der Zielvereinbarung.

Bei allen individualpädagogischen Angeboten gehen wir davon aus, dass eine Auslandsmaßnahme nur als ?Initialzündung? verstanden werden kann, welche zu einer entscheidenden Richtungsänderung im Lebensweg des einzelnen führt.
Bestandteil jeder Auslandsmaßnahme ist deshalb eine Anschlussmaßnahme bei let`s go! e.V.!. Diese wird während des Aufenthaltes im Ausland zusammen mit allen Beteiligten individuell geplant und von let´s go! e.V. eingeleitet und betreut, hierfür werden spezielle Angebote seitens des Trägers bereitgehalten.

Die pädagogischen Fachkräfte, die mit den Kindern und Jugendlichen zusammen leben, leisten intensive Beziehungsarbeit. Die Kinder und Jugendliche können so in vielen Gesprächen ein Stück Vergangenheitsbewältigung erfahren und sinnvolle, reale Pläne für die Zukunft fassen. Der Erziehungsstil ist kooperativ aber auch stark regelsetzend, wobei die Regeln individuell mit dem einzelnen Kind / Jugendlichen erarbeitet werden.

Der Tagesablauf ist klar strukturiert und beinhaltet wenig Veränderungen in den Kernzeiten, so dass jeder Tag ähnlich abläuft. Dies ist wichtig, da die meisten Kinder / Jugendlichen bisher kaum oder keine Tagesstruktur kennen gelernt haben und diese hier erfahren müssen und hier einüben können.

Primär geht es in unserer gesamten Arbeit um die Förderung der Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Zudem sollte die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit sich und anderen genauso gefördert werden, wie die Einsicht, dass Selbstbestimmung nicht mit Egoismus verwechselt werden darf.

Geschaffen wird die Basis für die Arbeit mit den Kindern / Jugendlichen durch Beziehungen. Über gemeinschaftliches Tun und das Erleben von Gemeinschaft soll sie hergestellt und tragfähig gemacht werden.

Ziel ist dabei die Förderung der persönlichen und sozialen Kompetenz des einzelnen Jugendlichen, um in absehbarer Zeit realistische Lebensperspektiven zu betrachten.

Aufgenommen werden können Kinder und Jugendliche mit allen Formen der Erziehungsvernachlässigung bzw. Erziehungsdefiziten, wobei eine psychiatrische Unbedenklichkeitserklärung vor jeder Abreise eingeholt wird. Dies sind insbesondere:

  • Störung des allgemeinen Sozialverhaltens
  • frühkindliche Fehlentwicklung
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Tic-Störungen
  • Lernbehinderungen
  • Störung der Grob- und Feinmotorik
  • psychosexuelle Auffälligkeiten

Nicht aufgenommen werden können Kinder und Jugendliche mit akuten psychiatrischen Krankheitsbildern ebenso wie alle Formen der Drogenabhängigkeit: Ausschlusskriterien sind insbesondere:

  • schwere hirnorganische Schädigungen einschl. geistiger Behinderung
  • Epileptiker mit schweren Störungen
  • starke körperliche Beeinträchtigungen
  • akute Psychosen
  • Drogen-, Alkohol-, und Spielsucht
  • erhöhte suizidale Gefährdung

Pädagogische Leitung

Bernhard Fladung


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