
Let's go! bietet auf Island bis zu 15 Plätzen für deutsche Jugendliche. Die Jugendlichen leben jeweils als einziger deutscher Jugendlicher zusammen mit einer isländischen Familie auf einer einsam gelegenen Farm vorwiegend im Norden und Westen der Insel am nördlichen Polarkreis. Zum Teil sind auch deutsche Sozialpädagogen als Einzelbetreuer mit auf der Farm. Die Farmen arbeiten mit Pferden und Schafen und die deutschen Jugendlichen werden in den Farmbetrieb und damit auch in die Tagesstruktur integriert. Über die Kontakte zu Schafen, Pferden und Hunden beginnen die Jugendlichen erste vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, die später auf die Betreuer übertragen werden können. Island ist dünn besiedelt und seine Insellage verhindert Entweichungen. Die Grenzen, die gesetzt werden, sind natürliche, durch Landschaft, Wetter und fehlende Infrastruktur vorgegebene, über die man nicht zu diskutieren braucht. Diese Form der Grenzsetzung und der Kontakt zur Tierwelt und den nordischen Menschen gibt den Jugendlichen den Halt, den sie in Deutschland nicht mehr hatten. Die Arbeit mit Tieren nimmt in fast allen Maßnahmen einen großen Stellenwert ein. Den Kindern und Jugendlichen gelingt es in der Regel recht schnell zu den Tieren eine tragfähige und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Die gewonnenen Erfahrungen werden auf andere Lebensbereiche übertragen.
Jeder Standort wird regelmäßig von unserem deutschen Projektleiter besucht, der das Büro von Let's go! auf Island unterhält und eine 24-Stunden Rufbereitschaft aufrecht erhält.
Der Aufenthalt dauert mindestens sechs Monate, kann aber bei Bedarf im Hilfeplanverfahren verlängert werden.
