Wohngruppe Madiba

Die Wohngruppe Madiba liegt in 34513 Waldeck - Höringhausen. Die Gemeinde gehört zum Kreis Waldeck Frankenberg.

Die Gruppe ist ein Angebot für neun unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die dem Kreis Waldeck-Frankenberg zugewiesen worden sind.
Sie bietet speziell Jungen von 14-18 Jahren aus unterschiedlichen Kulturkreisen ein entwicklungsförderndes Zuhause. Unser Angebot ist auf unbegleitete minderjährigen Flüchtlingen (UMA) aus unterschiedlichen Herkunftsländern zu geschnitten.

Ziel der Arbeit ist es, die kulturelle und soziale Integration zu fördern und gleichzeitig die kulturelle Identität zu bewahren. Begleitend zur Beschulung in der zuständigen Regelschule werden Intensiv-Sprachkurse in Deutsch und je nach Herkunftsland auch in Englisch und Französisch angeboten. Bei der Suche nach Familienangehörigen werden die Flüchtlinge vom Team unterstützt, bei Bedarf wird das Internationale Rote Kreuz beauftragt.

Die Jugendlichen sind durch die Umstände in den Herkunftsländern und durch die Flucht häufig stark traumatisiert. Die Mitarbeiter der Wohngruppe Madiba haben sich als Ziel eine emotionale Stabilisierung und eine soziale und kulturelle Integration der Jugendlichen gesetzt.

Madiba ist der Name des Stammes zu dem Nelson Mandela gehörte. Ein großer Mann, dessen Freiheitswille ungebrochen war und dessen Weltbild sich durch Toleranz gegenüber Andersdenkenden auszeichnete. Ein multiprofessionelles und multikulturelles Team von sechs pädagogischen Fachkräften kümmert sich im Auftrag von Let`s go! e.V. um die Jugendlichen.

Deshalb bieten wir durch das Zusammenleben in der Wohngruppe, im Austausch mit Fachkräften sowie unter Heranziehung weiter multidiziplinären Hilfesysteme an, u.a.:

  • ressourcenorientierte pädagogische Betreuung
  • enge Zusammenarbeit mit den Vormündern und eventuell ebenfalls in Deutschland lebenden Verwandten
  • Aufarbeitung von Bruchstellen in der Entwicklung der/des Jugendlichen
  • Qualifizierung in der Schule und für den Beruf
  • Förderung der sozialen Integration und Erhalt der kulturellen Identität durch Arbeit im sozialen Umfeld
  • Entwicklung von personalen und sozialen Sachkompetenzen
  • umfassende Gesundheitsförderung durch interne und interdisziplinär durch externe Maßnahmen
  • Krisenintervention bei Verlust, Trauma und anderen Belastungsstörungen
  • Resilienzförderung
  • Wahrnehmung von Auffälligkeiten als eigene Lösungsversuche innerer Konflikte
  • aktive Mitgestaltung, Mitsprache, Mitbestimmung, Partizipation, etc.
  • Förderung des Interesses an kulturellen und sozialgesellschaftlichen Prozessen sowie der Bereit¬schaft, soziale und politische Verantwortung zu übernehmen
  • Vermittlung von Toleranz gegenüber anderen politischen oder religiösen Einstellung
  • Vermittlung von Normen und Werten
  • Förderung der Beziehungs- und Konfliktfähigkeit
  • Therapeutische Hilfestellung und bei Bedarf Erstellung einer sozial-psychiatrischen Diagnostik
  • Erhöhung des Selbstwertgefühls sowie Stärkung des Selbstvertrauens
  • Befähigung, eigene Interessen, Bedürfnisse und Wahrnehmungen zu vertreten sowie die anderer wahrzunehmen und zu achten
  • Förderung sinnvoller Freizeitaktivitäten, Integration in die bestehenden sozialen Strukturen des Dorfes.