Tiergestützte Maßnahmen

Dass Menschen insbesondere und Tiere eine ganz besondere Beziehung zueinander haben, ist jedem bewusst. Die Beziehungen zwischen Menschen und Tieren ähneln denen zu anderen Menschen. Seit mehr als zwanzig Jahren werden Tiere im sozialen Bereich als pädagogische und therapeutische Helfer eingesetzt. Große Erfolge sind zu Beginn dieser Maßnahmen in der Gerontologie erzielt worden, mittlerweile gibt es Tierbesuchsdienste in vielen Schulen und Behinderteneinrichtungen.

Auch in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, lassen sich mit den "vierbeinigen Helfern" Erfolge erzielen, die ohne diese nicht oder nicht so schnell eingetreten wären. Seit mehreren Jahren haben wir große Erfolge in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen in Projekten, in denen wir Tiere als therapeutische Helfer einsetzen. Tiere helfen Kindern und Jugendlichen, die soziale Isolation, in der diese sich aus unterschiedlichen Gründen befinden, zu überwinden. Der Kontakt zu Tieren kann häufiger leichter hergestellt werden, als zu Menschen. Der Umgang mit dem Tier bietet den Kindern und Jugendlichen oft erstmals wieder die Möglichkeit Kommunikation einzuüben und zu festigen. Die von Menschen oft mehrfach im Stich gelassenen Kinder und Jugendlichen erleben die Beziehung zum Tier als "ehrlich". Ein Tier kann sich nicht verstellen. Die Zuwendung eines Tieres ist echt und kann das Selbstwertgefühl eines Menschen heben. Funktioniert die Beziehung zwischen dem Tier und dem Kind/Jugendlichen, kann das Erlernte dann auf die Beziehung zu Menschen übertragen werden. Tiere können helfen, Beziehungen wieder aufzubauen. Wir arbeiten in unseren Bauernhofprojekten vorwiegend mit Pferden und Hunden (Marienhof;Hengenhof, Tatanka) . Ferner verfügen wir über ein Tiergestütztes ambulantes Zentrum im Hochsauerlandkreis, in dem mit verschiedenen Haus-und Nutztieren gearbeitet wird. Schwerpunkt ist hier die Arbeit mit einer Kaltblutherde. Absolute Voraussetzung muss in allen Projekten allerdings die Sicherstellung einer artgerechten Haltung unser vierbeinigen Helfer sein. Bei folgender Indikation kann die Aufnahme in ein tiergestütztes Projekt angesagt sein:

  • Wahrnehmungsstörungen
  • Angststörungen
  • Selbstwertproblematik
  • Traumatisierung durch körperliche oder sexuelle Gewalt
  • AD(H)S
  • Borderlinestörung, u.v.a.

Ausschlusskriterien

  • Tierhaar- oder Heustauballergie
  • Tierquälerisches Verhalten
  • Akute Drogenabhängigkeit vor dem körperlichen Entzug
  • Akute, nicht medikamentös eingestellte Psychosen

Alle MitarbeiterInnen von Let's go!, die in Tiergestützten Projekten arbeiten sind im Einsatz dieser Methodik besonders weitergebildet. Die pädagogische Leiterin hat eine mehrjährige Weiterbildung in tiergestützter Pädagogik, Therapie und Fördermaßnahmen in einem von der ISAAT (International Society of Animal Assisted Therapie) zertifizierten Institut abgeschlossen und ist auf dem Gebiet der Tiergestützten Pädagogik als Dozentin tätig.

Tiergestützte Pädagogik mit dem Pferd

In unseren Tiergestützten Projekten mit Pferden, geht es nicht in erster Linie um Reiten, sondern darum, dass die Jugendlichen lernen, mit dem Pferd zu kommunizieren, die Pferdesprache zu lernen.
Die folgende Bildergalerie zeigt ein "Join up". Mädchen und Pferd kennen sich erst fünf Minuten, das Mädchen hat noch nie mit dieser Methode gearbeitet. Mit dem von Monty Roberts entwickelten "Join up" bauen Tier und Mensch eine vertraute Beziehung auf. Das Pferd akzeptiert das Mädchen innerhalb von 20 Minuten als Schutz gebendes Wesen und läuft ohne Halfter und Strick vertrauensvoll hinter dem Mädchen her, egal welche Kreise und Wendungen sie auch läuft.

Der Einsatz dieser Methode eignet sich hervorragend bei der Arbeit mit Kindern mit klinisch relevanter Selbstwertproblematik.

 

Unsere Häuser:

Kontakt:

Britta Mohr
Tel. 02961 / 96643-0
Fax 02961 / 96643-49
info(at)letsgo.de
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