2025 – Ein Jahr für die Nachhaltigkeit

Das Jahr 2025 stand bei Let's go! e.V. ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ setzten sich alle Wohngruppen intensiv mit diesem wichtigen Thema auseinander – und das auf ganz individuelle Weise.
Gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen sowie Pädagoginnen und Pädagogen entwickelten die Gruppen partizipativ Projekte, die zu ihnen und ihrem Alltag passen. Dabei entstanden viele kreative und beeindruckende Ideen: Hochbeete wurden gebaut, Müllsammelaktionen organisiert und Bäume gepflanzt . Es wurden Insektenhotels gebaut, Blühwiesen angelegt und Imker besucht. Einige Gruppen beschäftigten sich mit Recycling, gaben alten Materialien wie Paletten eine neue Funktion oder setzten sich bewusst mit dem Stromverbrauch auseinander.
Jede Gruppe überlegte eigenständig, was für sie sinnvoll ist – und genau darin lag die besondere Stärke dieses Projekts.
Gerade für junge Menschen ist es von großer Bedeutung, früh ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, von heute auf morgen alles perfekt zu machen, sondern vielmehr darum zu verstehen, wie einfach nachhaltiges Handeln im Alltag sein kann. Ob Mülltrennung, bewusster Konsum oder der respektvolle Umgang mit Natur und Ressourcen – viele kleine Entscheidungen haben eine große Wirkung. Wenn Kinder und Jugendliche erleben, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann, stärkt das nicht nur ihr Verantwortungsgefühl, sondern auch ihr Selbstvertrauen. Nachhaltigkeit wird so nicht als Pflicht, sondern als Chance verstanden, aktiv die eigene Zukunft mitzugestalten.
Das große Finale
Vor zwei Wochen fand schließlich das große Finale des Nachhaltigkeitsprojektes statt. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, wurde von Beginn an angekündigt, dass eine neutrale Jury die drei besten Projekte küren wird.
Die ausgewählten Gewinnergruppen wurden zur Abschlussveranstaltung eingeladen. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Klimamanagerin der Stadt Winterberg, Kim Peis, die einen spannenden und inspirierenden Vortrag zum Thema Nachhaltigkeit hielt. Dabei lobte sie nicht nur die Gewinnergruppen, sondern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
„Ihr habt meinen Job umgesetzt und die Probleme gut erkannt“, betonte sie anerkennend.
Platz 3 – Villa Kunterbunt aus Usseln
Den dritten Platz belegte die koedukative Kinder-Intensivgruppe „Villa Kunterbunt“ aus Usseln. Die Gruppe setzte gleich mehrere Projekte um: Im Frühjahr säten sie eine Blühwiese und beobachteten deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum. Dabei beschäftigten sie sich intensiv mit der Frage, welchen Nutzen Blühwiesen für die Natur haben und wie Honig entsteht. Zusätzlich pflanzten sie Bäume in einem angrenzenden Waldstück und experimentierten mit Papier-Recycling, indem sie aus alten Prospekten neues Papier herstellten. Auch das Thema erneuerbare Energien griffen sie auf, indem sie ein Modell-Windrad bauten und so die Entstehung von Strom durch Wind nachvollzogen.
Für ihr vielseitiges Engagement wurden sie mit dem dritten Platz und einem 150€-Gutschein für den Panoramapark belohnt.

Platz 2 – Burg Varenka
Der zweite Platz ging an die Mädchen-Intensivgruppe „Burg Varenka“. Über einen Zeitraum von sechs bis acht Monaten sammelten die Mädchen insgesamt rund 40 Kilogramm Müll in Antfeld – und stießen dabei auf die unterschiedlichsten Fundstücke. Besonders hervorzuheben ist, dass sie den gesammelten Müll nicht nur einsammelten, sondern auch sorgfältig trennten und fachgerecht entsorgten. Um noch besser zu verstehen, was mit dem Müll nach der Entsorgung passiert, besuchten sie die Mülldeponie Lobbe in Brilon. Dort erhielten sie spannende Einblicke in die Weiterverarbeitung von Abfällen – vom Biomüll bis hin zur Herstellung von Dünger. Diese Erfahrungen stärkten ihr Bewusstsein für die Bedeutung von richtiger Mülltrennung und nachhaltigem Umgang mit Ressourcen.
Für ihren Einsatz erhielten sie einen 300€-Gutschein für den Movie Park Germany.

Platz 1 – Haus Saltkrokan
Der erste Platz ging an die Jungen-Intensivgruppe „Haus Saltkrokan“ aus Winterberg-Altastenberg. Die Gruppe überzeugte die Jury durch ihr außergewöhnlich umfassendes Engagement. Sie orientierten sich an den vier Elementen – Feuer, Wasser, Erde und Luft – und entwickelten zu jedem Bereich eigene nachhaltige Aktionen. Unter anderem unterstützten sie einen lokalen Bauern beim Aufforsten und besuchten den Wildwald Vosswinkel, um ein tieferes Verständnis für die Bedeutung von Wäldern im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu gewinnen. Darüber hinaus engagierten sie sich kontinuierlich bei Müllsammelaktionen – und das bei Wind und Wetter.
Für die Jury stand fest: Dieses Engagement verdient den ersten Platz. Neben einem goldenen Pokal durfte sich die Gruppe über einen 500€-Gutschein für das Phantasialand freuen.

Ein Gewinn für alle
Doch wie Kim Peis es treffend formulierte:
„Jeder, der an diesem Projekt teilgenommen hat, ist ein Gewinner.“
Und genau das spiegelt den Kern dieses besonderen Jahres wider. Denn alle Beteiligten haben nicht nur einen wertvollen Beitrag für Umwelt und Nachhaltigkeit geleistet, sondern auch ihren eigenen Horizont erweitert. Sie haben gelernt, dass es oft die kleinen Schritte sind, die den Unterschied machen.
Wenn viele Menschen bereit sind, kleine Veränderungen in ihren Alltag zu integrieren, können daraus große Entwicklungen entstehen – für uns alle und für unsere Zukunft.
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